Skip to main content

Full text of "Miscellanea palaeontologica"

See other formats













\ 









7 ll 

rd c i 

1^7 
v. a 

MISCELLANEA 
PALAEONTOLOGICA 

VON 

Tri'd j A vVt 0 w i vn 
* * > 

Prof. Dr. ANTON FRITSCH. 

II. MESOZOICA. 

MIT 10 TAFELN 

UND MEHREREN TEXTFIGUREN. 


Mit Unterstützung des Barrande-Fondes. 


PRAG 

SELBSTVERLAG — IN COMMISSION BEI FR. RIVNÄC. 


Buchdruckerei Df. Ed ürögr a syu, Prag. 




ZlZo \A- 


VORWORT. 


Ueber neue Funde aus dem Palaeozoicum berichtete ich im Jahre 1907 im ersten Theile der Miscellanea 
palaeontologica. 

Von dem Materiale aus dem Mesozoicum ist viel mehr vorhanden, als ich im Nachstehenden bearbeiten 
konnte und ich musste mich nur auf das wichtigste beschränken; das übrige wird hoffentlich in der neuen Generation 
seinen Bearbeiter finden. 

Die bearbeiteten Partien sind folgende : 

1. Thierreste aus den cenomanen Perucer Schichten der böhmischen Kreideformation (Süsswasserablagerungen). 

2. Neue Cephalopoden aus der Kreideformation Böhmens. 

3. Cenomane Petrefacten aus dem Granitgebiete von Skuc. 

4. Ueber weitere Funde von Iserosaurus litoralis im Pläner von Milovic bei Lissa. 

5. Ueber verschiedene neue Petrefacten aus der Kreideformation Böhmens. 

Auch diesmal gewährte das Museum aus dem Barrande-Fonde eine Unterstützung für die Herstellung 
der Tafeln. 


PRAG, im Jänner 1910. 


Dr. Ant. Fritsch. 


I. Thierreste aus den cenomanen Perucer Schichten 
der böhmischen Kreideformation. 


Reste von Arthropoden aus mesozoischen Formationen gehören mit Ausnahme der Crustaceen zu den 
grössten Seltenheiten. Ausser einigen Arten aus dem Jura von Solenhofen waren bis vor Kurzem aus der Kreide- 
formation nur etwa 20 sehr fragmentäre Reste bekannt. 

In Böhmen waren es zuerst Phryganeaenköcher und einige Flügelreste von Käfern, die in den Süsswasserablage- 
rungen der cenomanen Perucer Schichten die Aufmerksamkeit auf die damalige Insectenwelt leiteten 0 Bei der 
intensiveren Bearbeitung dieser Schichten kam eine grössere Reihe zum Vorschein, die ich beschrieb und abbildete. 2 ) 
An 20 Arten beschrieb ich später im Archiv. 3 ) 

Nach Erscheinen dieser Arbeiten begann ein junger Mann, Studiosus Jarodav Rambousek , der Sohn eines 
meiner Schüler vom böhm. Polytechnicum, in den Steinbrüchen bei Kounic, unweit Bühmischbrod, eifrig zu sammeln 
und fand binnen einem Jahre in den grauen, an Pllanzenresten (Credneria, Eucalyptus und Aralia) reichen Thon- 
schiefern an 200 Exemplare von kleinen Thierresten, meist Insecten und deren Larven, sowie Crustaceen aus der 
Verwandschaft von Cypris und Daphnia etc. 

Während dieselben von mir vorläufig skizzirt wurden, war die an solchen Resten reiche Schichte verarbeitet 
und ihre Fortsetzung durch Ueberlagerung mit mächtigen Quadersanden unzugänglich geworden. Die Gutsverwaltung 
von Kounic ertheilte über mein Ansuchen die Erlaubniss einen Theil der Felsen entfernen zu dürfen und es gelang 
dann etwa 2 Metercent.ner neues Material zu erwerben, das dann allmählig von Herrn Rambousek jun. im Museum zu 
Prag verarbeitet wurde und weitere sehr interessante Reste lieferte. 

Das Studium und die Zeichnung dieser Reste ist ungemein schwierig, denn dieselben sind sehr klein und 
mussten bei Vergrösserungen von 6, 12, 20, 45, gezeichnet werden. 

Die meisten zeigten noch Fragmente des Chitinpanzers und damit derselbe beim trocknen nicht verloren 
gehen möchte, wurden die Reste mit ganz schwacher Lösung von weissem Scliellak in Spiritus überzogen, wodurch 
auch manches Detail deutlicher wurde. 

Am schwierigsten war die Beobachtung der Negativabdrücke der Extremitäten, welche meist nur bei sehr 
gutem Lichte und bei gewisser Stellung gegen dasselbe wahrnehmbar waren. 

Nur wenige Arten erwiesen sich so vollständig erhalten, dass man es wagen darf, dieselben zu benennen 
Vieles blieb ganz räthselhaft und um diese Fauna, besonders die Larven richtig deuten zu können, müsste die 
Thierwelt der Tümpel der Eucalyptuswälder von Australien genau verglichen werden. 

Ich zeichnete über 150 dieser Reste, aber benützte bloss 65 zur Darstellung auf 4 Tafeln und reducirte 
meine Zeichnungen auf 2 / 3 . 

’) Archiv für Landesdurchforschung I. 1869. Sect. 2. 

0 Fossile Arthropoden aus der Steinkohlen- und Kreideformation Böhmens. Neumayer, Beiträge zur Palaeontologie Oesterr - 
Ungarns und des Orients. Wien 1882. 

:i ) Archiv für Landesdurchf. Band XI. No. 2. Perucer Schichten von Dr. A. Fritsch und Dr. Edvin Bayer. 


5 


Die nicht reproducirten Zeichnungen deuten noch auf viel mehr Arten hin, reichten aber nicht zu einer 
nur annähernd möglichen Bestimmung hin. 

Das Gebotene wird jedenfalls genügen, einen Begriff zu geben von der Reichhaltigkeit des Insectenleb ens 
in den Eucalyptus-Wählern, welche auf dem damaligen Kontinente zur Zeit der cenomanen Periode hauste und auch 
darauf hinweisen, dass in den süssen Gewässern damaliger Zeit schon Crustaceen und Fische vorhanden waren. 

Wenn schon die Darstellung der Zeichnungen dieser Thierreste Schwierigkeiten machte, so ist die Verfas- 
sung des Textes noch bedenklicher gewesen und ich muss mich darauf beschränken, nur Bemerkungen zur Er- 
klärung der Abbildungen zu verzeichnen. 

Ueberblicken wir die erlangten Resultate, so finden wir, dass im ganzen 53 Arten aus den Perucer Schichten 
konstatirt wurden und zwar: 


Würmer 3 

Crustaceen 8 

Arachniden 3 

Myriapoden 5 

Insecten 13 

Insectenlarven 19 

Gastropoden 1 

Fische 1 

63 . 


Auffallend sind die durchwegs geringen Dimensionen, was mit dem Verhältnisse Zusammenhängen mag, in 

welchem die Thiere aus den Wäldern herabgeschwemmt wurden. Grössere wurden an anderen Stellen abgelagert. 
Von demselben Fundorte wurden früher beschrieben: 

Unio scrobicularioides, 

Tinea Araliae, 

Phyganea micacea, 

Chironomites adhaerens, 

Sylphites priscus, 

Chrysomelites Simplex, 

Gomphus serialis, 

so dass im ganzen 60 Arten von Thierresten aus den Perucer Ablagerungen von Kouuic konstatirt wurden. 


I. Vermes. 


1. (Oligochaet?) Taf. IV. Fig. 14. Auf einem Blatte von Eucalyptus liegen neben dem Hauptnerven etwa 40 Glie- 
der eines wurmartigen Geschöpfes. Näheres Detail ist nicht wahrnehmbar. Möglicherweise sind das Excremente 
einer im Blatte minirenden Insectenlarve. 

2. (Oligochaet?) Taf. III. Fig. 12. Ein ähnlicher Wurm auf einem Blatte. Auf das verdünnte Vorderende 
folgen zwei kleine Segmente, dann 6 breite kurze, welche einem Clitelium entsprechen dürften. Die folgenden Glie- 
der sind ziemlich gleich, etwas breiter als lang. 

3. (Cocon.) Taf. III. Fig. 5. Auf dem Hauptnerven eines Blattes liegt eine ovale Scheibe, die auf den Cocon 
einer Nephelis errinnert. Namentlich bestätigen diese Auffassung die kleinen Scheiben, mittels denen der Cocon 
vorne und hinten am Blatte befestigt ist. Im Innern gewahrt man Spuren runder Körper, die den Eiern entspre- 
chen dürften. 


6 


II. Crustaceen. 


4. (Candona? simplex.) Taf. IV. Fig. 4. Zwei zusammenhängende glatte Schalen, die am Rücken in gerader 
Linie Zusammenhängen, gehören wahrscheinlich einem Ostracoden aus den Verwandschaft von Candona an. 

5. (Candona?) Taf. IV. Fig. 2. Zwei Schalen, aus denen vorne Reste der Antennen und hinten andere 
Extremitäten hervorragen. Wahrscheinlich einem Ostracoden angehörig. Länge etwa 4 mm. 

6. (Candona?) Taf. IV. Fig. 3. Zwei Schalen, auf dem Rücken in gerader Linie zusammenhängend, vorne 
ragen ganz kurze dreigliedrige Antennen hervor. Länge 3 7 2 * 

7. (Daphnia?) Taf. IV. Fig. 6. Von Gestalt einer kleinköpfigen Daphnide. Am Kopfe, der ein kleines Auge 
trägt, liegen zwei Extremitäten von halber Körperlänge. Im Innern der Schale gewahrt man das mit einem ge- 
krümmten Hacken versehene Abdomen. Im Rücken liegen zwei Eier. Länge 5y 2 mm. 

8. (Phyllopod.) Taf. IV. Fig. 5. Zwei neben einander liegende kurze breite Schalen. Vorne liegt eine aus 
3 Theilen bestehende Koptkappe, die einem aus der Schale herausgedrückten Kopfe eines mit Limnetis verwandten 
Thieres angehören dürfte. Länge 2 mm. 

9. (Phyllopod.) Taf. III. Fig. 18. Zwei Schalen, wenig länger als breit. An der linken Schale liegen vorne 
2 augenartige Punkte, auf der rechten Schale vier parallele Streifen von zweifelhafter Bedeutung. Länge 3 mm. 

10. Ephippium einer Daphnia Taf. IV. Fig. 1. Ein geradrückiges, hinten in eine Spitze auslaufendes Ephip. 
pium einer Daphnia, an dem man netzförmige Structur wahrnimmt. Der gerade Hinterrand ist verdickt. Im Innern 
ein ovaler Körper, der eventuell einem Eie angehört. Länge 5 mm. 

11. Platyanassa. Taf. IV. Fig. 7, 8. Eine ganz flache Scheere mit dem unbeweglichen Finger errinnert an 
die Gattung Callianassa. Länge 9 mm. Demselben Krebse mag ein Fragment eines abdominalen Segmentes mit einer 
Pleura angehören. 

III. Arachniden. 


12. Cretopilio gramilatus Fr. Taf. III. Fig. 14. Ein runder Körper, an dem 10 Ringe zählbar sind. Der 
Vorderrand trägt auf der linken Hälfte 6 runde Augen. Die Ränder der Segmente sind stark verdickt und auf den 
glatten Zwischenräumen bemerkt man stellenweise eine Reihe von kleinen Körnern. Länge 10 mm. Die Extremitäten 
zeigen eine ähnliche Gliederung wie bei den recenten Opilioniden. 

Von den recenten Opilioniden weicht diese aus der Kreideformation stammende Form durch die Stellung 
der Augen am Vorderrande und durch die deutliche Segmentirung ab. 

13. (Ein Acarid?) Taf. HI. Fig. 10. Ein bimförmiger Körper zeigt keine Segmentierung und nur spärliche 
Reste von kräftigen Extremitäten. Derselbe erinnert an einen Oribates. Länge 3 1 / 2 mm. 

14. (Oribates?) Taf. III. Fig. 9. Ein undeutlich segmentirtes Thier mit grossen, plumpen Extremitäten. 

IV. Nlyriopoden. 

15. (Glomerid?) Taf. IV., Fig. 9. Der kleine Kopf trägt einen kurzen Fühler und ein kleines seitliches Auge. 
Auf ein schmales kurzes Segment folgen dann 13 breite Segmente, deren Hinterrand eine dicke Leiste trägt. 
Länge 8 mm. 


7 


16. (Ein Chilopod?) Taf. IV. Fig. 10. Das Tier bietet die Unterseite der vorderen Körperhälfte. Die. 
Seitentheile der Segmente lassen zwischen sich einen Raum für die fusstragenden Tlieile, sie sind doppelt so breit 
als lang. 17 sind an der rechten Seite erhalten. Vorne liegt ein geknickter 7-gliedriger Fühler. Zwischen den 
zwei Platten des Kopfes liegt die Mundöffnung. 

Dieser Myriopode lässt sich sehr schwer mit den recenten vergleichen, denn bei diesen sind die unteren 
Platten nicht getheilt. 

Die Geknicktheit der Fühler deutet auf einen Glomeriden hin, bei denen aber jetzt die Fühler nicht so viel- 
gliedrig sind. Auch wäre es möglich, dass das zwei Juliden sind, die mit der Bauchseite gegeneinander liegen. 

Der erhaltene Rest ist 8 mm lang. 

17. (Ein Julide.) Taf. IV. Fig. 11. Von diesem Myriopoden ist der vordere Theil erhalten. Auf den nach 
unten geknickten Kopf, von dessen Fühler 3 Glieder erhalten sind, folgen 7 kurze und dann 3 längere kräftige Segmente. 
Die Länge des schwarzen Restes beträgt etwa 5 mm. 

18. (Ein Lithobiid?) Taf. IV. Fig. 12. Der Rest eines Kopfes zeigt so viele Fühler und fussartige Anhänge, 
dass deren Deutung sehr schwer wird; Der Kopf ist durch eine Längsleiste in zwei Theile getheilt; darauf folgt ein 
grosses, viereckiges Segment. Vier der mittleren Extremitäten dürften den Mundwerkzeugen angehören, die seitlich 
liegenden den nach vorne verschobenen Füssen. 

19. (Myriopod??) Taf. IV. Fig. 13. Sechs Segmente mit erhaltenem Chitin, auf dem zweiten zu jeder Seite 
ein Punct, der schwer zu deuten ist. Neben den Segmenten liegt ein Fuss, dessen Glieder mit vorspringenden 
Längsleisten und verdickten Rändern geziert sind. Länge 4V 2 mm. 


V. Insecten. 


20. Rambouskia paradoxa Fr. (Taf. I. Fig. 1. Tittelbild). Ein räthselhaftes Geschöpf, von dem ein Fachmann 
sich äusserte, dass das überhaupt kein lusect ist. 

Ein kleiner Kopf, vorne verschmälert, zeigt am rechten Rande einen undeutlichen Augenpunct. Daneben 
liegen 2 kurze sechsgliedrige Fühler. 

Hinter dem Kopfe, am Vorderrande des Thorax entspringt zu jeder Seite ein geschwungenes fühlerartiges 
Organ, so lang als der Körper. Der äussere Rand zeigt einen gegliederten Chitinsaum, der Innenrand ist glatt. Ich 
halte dies für eine Verzierung des Thorax. Der Thorax ist viereckig, der Mitte entlang verläuft eine starke, nach 
hinten sich gabelig theilende Leiste. 

Von der Mitte der Leiste zieht sich nach aussen und längs des Aussenrandes nach hinten eine vorspringeude 
Leiste. Das Abdomen ist oval, 1 1 / g so lang als der Thorax. Die Ränder sind mit viereckigen Chitinplatten besetzt. 

Ganz merkwürdig gross sind die Fiisse. Es liegen zwei zur rechten Seite, welche doppelt so lang sind als 
der ganze Körper. Es ist dies wahrscheinlich das dritte Paar, die vordere Hälfte nimmt der gegliederte Theil ein, 
die hintere ein glatter, ungegliederter Tarsaltheil. Gesammtlänge 5 mm. 

21. (Rambouskia?) Taf. I., Fig. 9. Dieses kleine Geschöpf erinnert durch die Besetzung des Abdominal- 
Randes mit den viereckigen Chitinplättchen an die Rambouskia. 

Der Kopf ist gross, quer viereckig, auf jeder vorderen Ecke liegt ein grosses Auge. 

Auf dem undeutlich erhaltenen Thorax liegen zwei Flügelstummeln. Auf dem ovalen Abdomen, das mit vier- 
eckigen Chitirplättchen umsäumt ist, sind schwache Andeutungen von Segmenten. 

Vor dem Kopfe liegt ein zarter fünfgliedriger Fühler und ein mit einem Hacken versehener Kiefer. 

Von Füssen sind nur zwei erhalten, einer links, der andere rechts. 

Die Länge des Körpers beträgt 2 mm. 

22. (Coleopterodes.) Taf. I. Fig. 3, 4, 6. Von diesem käferartigen Wesen liegen drei Exemplare vor, welche 
für nachfolgende Beschreibung benützt wurden. 

Der Kopf ist quer viereckig und trägt zwei Augen, auf jeder Seite eins. 


8 


Der Thorax ist auch quer viereckig, um ein Drittel breiter als der Kopf, und hat vorne in der Mitte eine 
uinsäumte Erhöhung. 

Das Abdomen ist länglich oval, lässt in der vorderen Hälfte 4 kurze Segmente erkennen. (Fig. 4.) Auf 
demselben liegen erhaltene Leisten, die vielleicht Elytren angehören. (Fig. 6.) 

Vor dem Kopfe liegen zwei löffelartige Organe, die wohl den Mundorganen angehören. 

Die Fühler stehen weit von einander (Fig. 3), sind schlank, etwa fünfgliedrig. 

Neben dem Abdomen liegen zu beiden Seiten noch Segmente der Bauchseite, die man leicht für das letzte 
Fusspaar halten könnte. 

23. (Käferkopf?) Taf. II. Fig. 16. Ein viereckiger, vorne verschmälerter, hinten ausgeschnittener Kopf, mit 
zwei Augenpuncten im vorderen Drittel. Die Fühler etwas länger als der Kopf, 7-gliedrig. Vor der Stirne ragen 
Spitzen der Mundwerkzeuge hervor. Länge 1 7„ mm. 

24. (Ein Käferkopf?) Taf. II. Fig. 15. Ein quer viereckiger Kopf mit abgerundeten Ecken und 2 Augen- 
puncten hinter dem Vorderrande. 

Darauf folgt ein quer viereckiger Thorax, der um 1 / 3 breiter ist als der Kopf. Vom Abdomen liegen nur 
undeutliche Reste vor. Länge des ganzen Restes 5 mm. 

25. Taf. I. Fig. 8. Ein kleiuer Kopf mit verdickten Rändern und zwei Augenpuncten in der Mitte. 

Die Fühler sind geknickt, drei Glieder sind kurz, nach vorne gerichtet, daun folgt ein grosses, quer gelagertes 
Glied, dann 2 nach vorne gelagerte. Der Thorax ist doppelt so breit als lang, vorne etwas ausgeschnitten. In der 
Mitte eine bis zur Hälfte reichende Leiste. Läuge des ganzen Restes 5 mm. 

26. (Eine Fliege?) Ein deutlich segmentirtes Insect, am Kopfe zwei Augenpuncte, am Thorax eine klammer- 
artig gebogene Leiste Am Abdomen, am Rücken etwa 8 Segmente, von den Bauchsegmenten sind 5 zur rechten 
Seite verschoben. 

Zur linken Seite liegt das Fragment eines Flügels. 

Von Extremitäten ist uur ein Fuss der rechten Seite wahrnehmbar. 

27. (Eine Fliege?) Taf. I. Fig 5. Ein ganzes Insect mit erhaltenem Chitinpanzer. Der Kopf zerquetscht, 
der Thorax längs der Mitte mit einer Längsleiste. Das Abdomen rundlich, mit schwacher Andeutung von 5 Segmenten. 

Die Füsse verhältnismässig sehr kräftig. Isolirte ähnliche Abdomens wurden mehrere gefunden. Länge 
3 2 / 2 mm. 

28. (Fliege?) Taf. II. Fig. 11. Ein grossaugiges Insect mit kurzen Fühlern, grossem viereckigen Thorax 
und kurz segmentirtem Abdomen. 

Länge 3F 2 mm. 

29. (??) Taf. II. Fig. 8. Ein Kopf mit grossen Seitenaugen und kurzen Fühlern. Der Thorax viereckig, mit 
verdicktem Seitenrande, hinten eingebuchtet. Länge 3 mm. 

30. (Fliege oder Wespe). Taf. II. Fig. 17. Ein grosser Kopf mit riesigen Augen, an denen Spuren der 
Facettierung wahrnehmbar sind. Vorne ein dreigliedriger Fühler. Länge 3 1 / 2 mm. 

31. Eoculex priscus Fr. Taf. II. Fig. 1 — 5. Vier Gelsenpuppen zeigen deutlich das Vorhandensein von 
Gelsen in den Eucalyptuswäldern unserer Kreideformätion. Fig l ist am besten erhalten, zeigt den Kopf, Thorax 
und das gegliederte Abdomen. Fig. 2 und 3 sind minder gut erhalten. Bei Fig. 4 sind am Kopfe die Athemröhrchen 
und die vielgliedrigen Fühler wahrnehmbar. 

In der Nähe der Puppen fand sich ein mangelhaft erhaltener Flügel, der wohl der entwickelten Gelse 
angehörte. 

32. (Phrygnea arenifera.) Taf. IV. Fig. 15. Ein etwas gekrümmter, aus feinem Sande gebildeter Köcher, 
welcher denen der Gattung Limnophilus ähnlich sieht, hat die Länge von etwa 8 mm. 


9 


Vor dem Köcher liegt das Thier bis zur Hälfte hervorragend. Der kleine Kopf zeigt, kleine Augenpuncte 
und zwei 7-gliedrige Extremitäten, die vielleicht dem ersten Fusspaare angehören. 

Die Länge des ganzen Restes beträgt 15 mm. 

33. Taf. III. Fig. 15. Ein Paar spiralig eingerollten Organs, neben welchem ein viergliedriger Fühler liegt, 
macht es wahrscheinlich, dass das der Rüssel eines Sphinx ist. 


Wenn schon die Reste der vollkommenen Insecten grosse Schwierigkeiten der annäherungsweisen Bestim- 
mung bereiteten, so ist es noch ärger bei den Larven, denn selbst bei denen der recenten Insecten kommt man 
oft mit ihrer Bestimmung in grosse Verlegenheit. Ich zögere aber doch nicht diese räthselhaften Funde hier vor- 
zuführen, da sie dazu beitragen, uns über den Reichthum der Insecten in dieser Periode, von dem man bisher sehr 
wenig weiss, zu belehren. 

Bei mehreren ist ihre Deutung doch wahrscheinlich, bei den übrigen wird sie aber für immer problema- 
tisch bleiben. 

34. (Podurites.) Taf. II. Fig. 6 und 13. Zwei Abdrücke zeigen am Ende des Körpers eine kurze Springgabel, 
was auf Poduriden hinweist (etwa auf Sminthurus). 

Fig. 6 zeigt ausser einem undeutlichen Kopfe elf Körpersegmente, von denen die mittleren am Hinterrande 
eine Kerbung besitzen. Das letzte Segment trägt eine dreigliedrige Springgabel. Länge 3 1 / 2 mm. 

Zu demselben Wesen mag Fig. 13 gehören das auch am Ende des Körpers eine ähnliche Springgabel zeigt. 

Der Kopf trägt zwei Punctaugen. 

Die Gliederung des Körpers undeutlich. Länge 4 mm. 


Fig. l. Mundtheile der Gomphuslarve 20mal vergrössert. 1. Eia Paar der Mundwerkzeuge, 2., 3. Extremität. 4. Maske. 

35. (Gomphuslarve.) Taf. I. Fig. 2. Textfig. Nr 1. Ein ziemlich grosser Rest von 8 1 /'. 2 mm Länge zeigt 
alle Theile in Chitin erhalten. Zwischen zwei kräftigen, nach vorne gerichteten Füssen liegt ein rundlicher Kopf. 


VI. Insectenlarven. 


Vorbemerkung über die Insectenlarven. 



4 


2 


10 


Vorne nach rechts liegt eine bimförmige Platte, welche an das als Fangapparat eingerichtete 3. Paar der 
Mundwerkzeuge der Libelle (Hache Maske) erinnert. 

Das grosse breite Abdomen lässt 11 Segmente zählen und das letzte derselben trägt zwei Anhängsel, die 
länger sind als das Segment selbst. 

Die 20mal vergrösserte Zeichnung des Vordertheiles (Textfig. N. 1) zeigt die Maske, ein Paar Kauwerkzeuge 
und einige Extremitäten. 

36. (Nematus Fr.) cretaceus. Tat. II. Fig. 12, Taf. III. Fig. 11. Die Existenz der Tenthrediniden in unserer 
Kreideformation wurde zuerst an der längs des Blattnerven gelegten Eier konstatiert,*) Später fand ich das In- 
sect selbst. **) 

Hier in Kounic fand sich vom ganzen Insecte nur das Ende des Abdomen mit dem Legestachel. (Taf. III. 
Fig. 12.) Es ist sehr wahrscheinlich, dass auch die wohlerhaltene Puppe in Seitenlage (Taf. II. Fig. 12) derselben 
Gattung angehört. 

37. (Atta praecursor Fr.) Taf. III. Fig 20. Aus den Perucer Schichten von Kuchelbad bei Prag. 

Die charakteristischen runden Ausbisse an Blättern von Eucalyptus beschrieb ich schon in der Arbeit über 

die Perucer Schichten***) und fand später das Thier selbst und zwar eine Arbeiter-Puppe in den röthlichgelben 
Thonschiefern einer gelegentlich auf kurze Zeit aufgeschlossenen Grube oberhalb des Barrandefelsens bei Kuchelbad. 
Der Best liegt auf 2 Blättern von Eucalyptus. 

Vorne liegen vor dem viereckigen Thorax zwei runde Scheiben, welche wohl den Augen einer Atta-Puppe 
entsprechen, und dann Spuren von Fühlern. 

An dem Abdomen in Seitenlage kann man 11 Segmente zählen. Länge des Bestes 10 mm. 

38. (Hemipterenlarve ?) Taf. III, Fig. 17. In der Mitte eines undeutlichen Abdruckes liegt ein gerader 
Stachel, der eventuell dem Biissel eines Hemipteren angehören dürfte. Länge 3 x / 2 mm - 

39. (Fliegenlarve?) Taf. III. Fig. 19. Ein sackförmiger Körper, an dem vorne ein kleiner Kopf liegt, der 

einen zarten Fühler trägt und in der Mitte getheilt ist. Hinter demselben liegen drei ovale sackförmige Körper 

welche vielleicht Larven von Parasiten sind, die sich in der Larve eingebürgert haben. Das Abdomen zeigt keine 

deutliche Segmentirung und endet mit einer stumpfen Spitze Länge 3 mm. 

39. b. (Hemipteren Larve?) Taf. II. Fig. 10. Dieses Thier scheint am Bücken zu liegen, iudem es die Unter- 
seite des in der Mitte getheilten Thorax zeigt. Der zwischen den beiden Hälften liegende Stab kann dem Biissel 
angehören. 

Das Abdomen ist oval und zeigt 5 Segmente. Vor dem dreieckigen Kopfe liegen spärliche Fühlerreste. 
Länge 5 mm. 

40. (Hymenopter). Taf. III. Fig. 16. Ein vollständiges Thier im Puppenstadium. Kopf quer viereckig, die 
seitlich abgetheilten Drittel dürften Facettaugen entsprechen. Vorne ein Fühlerrest. Der Thorax quer viereckig, in 
der Mitte mit einem sonderbaren Kranz von Plättchen. 

Das Abdomen liegt seitlich und zeigt links 10 Segmente der Bückenseite, rechts etwa 7 der Bauchseite. 
Länge 4 x / 2 mm. 

4L (Fliegenlarven?) Taf. III. Fig. 3. Längs dem Hauptnerven eines Blattes liegen zwei eingekapselte Lar- 
ven, au denen der Kopf deutlich ist, der Körper aber sackförmig, ohne deutliche Segmentirung. Es ist nicht wahr- 
zunehmen, ob diese Larven im Inneren des Blattes oder nur auf der Oberfläche sassen. Länge der einen Larve 6 mm. 

42. (Larve?) Taf. III. Fig. 4 a b. Eine langgestreckte, hinten verschmälerte Larve, die ausser dem Kopf- 
abschnitt nur 2 Segmente zeigt und die hinteren zwei Drittel unsegmentirt sind. Am Vorderrande des Kopfes liegen 
nebeneinander zwei grosse einfache Augen. Vor der Stirne rechts ein dreigliedrieger Fühler, dessen letztes Glied 
viel grösser ist als die zwei vorangehenden. Länge 5 mm. 


*) Fossile Arthropoden aus der Steinkohlen- und Kreideformation. 6 Taf. II. Fig. 4 — 6. — Vesmir XIII. No. 18. 

**) Perucer Schichten, p. 166. Fig. 7. Archiv für Landesdurchf XI. 

***) Archiv für Landesdurchforschung Band XI. No 2. p. 168. Fig. 8. 


11 


43. (Chironomusröhre.) Taf. II. Fig. 7. Eine kurze Röhre ist mit rostrotlien gleich grossen Körnern von 
Eisenoxyd besetzt. Am vorderen Ende ragen Reste einer Larve, wahrscheinlich von Chironomus hervor. 
Länge 3 1 /,, mm. 

44. (Dipteren oder Hymenopterenlarve.) Taf. III. Fig. 1. Auf einem Blatte, oder vielmehr in einem Blatte 
liegt eine eingerollte Larve, die ausser dem Kopfe 11 Segmente erkennen lässt. Gestreckt: 7 mm. 

45. (Fliegenlarve.) Taf. III. Fig. 6. Eine gekrümmte Larve in einem Blatte, die in der Mitte viel breiter ist 
als an beiden Enden. Der Kopf ist deutlich, links mit einem Augenpunct, halb so lang als das folgende Segment. 
Im ganzen 11 Segmente. Länge, gestreckt 10 mm. 

46. (Larve von?) Taf. III. Fig. 2. Eine schwerfällige Larve mit kurzem Kopfe, der in der Mitte einen stumpfen 
Vorsatz zeigt und am äusseren vorderen Winkel in eine Spitze ausläuft. Vor dem Kopfe liegen zwei blasenartige 
Organe, deren Deutung als Augen gewagt wäre. 

Hinter dem Kopf liegt ein grosses Segment und dann 6 Segmente, die etwas breiter als lang sind. 
Länge 8 mm. 

47. (Chironomuslarve?) Taf. III. Fig 7. In einem Blatte liegt in einer Cyste eine chitinisirte Larve mit deut- 
lichem Kopfe, der zwei kurze Fühler und zwei Augenpuncte trägt. 

Hinter demselben kann man 12 Segmente zählen, deren letztes einen Anhang trägt. Der eingebogene Rest 
hat, wenn gestreckt, die Länge von 6 mm. 

48. (Ceratopogonlarve.) Taf. III. Fig. 13. Eine dünne, an beiden Enden zugespitzte Larve mit 2 Augenpuneten 
und nur schwach angedeuteter Segmentirung gleicht auffallend der Larve der Bartmücke Ceratopogon. Länge 7 1 / 2 mm. 

49. (Fliegenlarve?) Taf. III. Fig. 8. Eine eingekrümmte Larve mit deutlicher Segmentirung. Das letzte 
Segment hat an der Basis eine Verzierung von 3 Höckern und ist dann in eine lange gekrümmte Spitze ausgezogen, 
was an die Verlängerung bei einer Eritalis -Larve erinnert. Der convexe Rand des verlängerten Theiles, der etwa 
1 / 3 der Gesannntlänge der Larve beträgt, trägt auch eine Reihe von Höckern. 

50. (Larve?) Taf. II. Fig. 18. Der Vordertheil eines Thieres, mit Kopf und 3 Segmenten. Der rundliche 
Kopf trägt rosenkranzartige Fühler. 

Das erste Segment ist wenig breiter als der Kopf, die folgenden zwei doppelt so breit. Länge des Restes 1 / 2 mm. 

51. (Larve von?) Taf. II. Fig. 9. Eine Larve mit Kopf und vollständig segmentirtem Körper. 

Der rundliche Kopf trägt drei Punctaugen und zwei kurze dreigliedrige Fühler. Zur rechten Seite liegen 
2 Glieder einer Extremität. Länge 4 mm. 

52. (Larve?) Taf. II. Fig. 14. Das Thier hat einen viereckigen Kopf mit 4 Punctaugen. Das darauf folgende 
Segment ist kurz, in der Mitte durch eine Leiste getkeilt. 

Dann folgen zwei kräftige Segmente mit 2 oder 3 Höckern. Diese 3 Segmente mögen dem Thorax entspre- 
chen, dann folgen 7 kürzere, breitere, glatte Segmente. Länge des Restes 3 mm. 

VII. Gastropod und Fischschuppen. 

53. (Gastropod.,) Taf. IV. Fig. 18. Von Schnecken fand sich nur ein verdrücktes Exemplar einer Limnaea 
ähnlichen Gehäuses mit 3 niedrigen und einem grossen bauchigen Gewiude. Länge 10 mm. Breite 8 mm. 

54. (Fischschuppen.) Taf. IV. Fig. 16, 17. Von Fischen fanden wir nur 2 Schuppen der Seitenlinie; die 
grössere ist 1 1 mm lang und 14 mm breit, glatt. 

Die kleinere zeigt ausser der Röhre für den Nerv zwei seitlich gebogene Eindrücke, die wohl von den 
angrenzenden Schuppen herrühren Länge 9 cm, Breite etwas geringer. 


2 * 


12 


2. Neue Cephalopoden aus der Kreideformation Böhmens. 


Pacliydiscns cf. levyi Grossouvre. 

(Rechercbes sur la craie superieure. Deuxieme Partie. Les Ammonites de la Craie Superieure p. 178. Tab. XXL, XXX.) 

Taf. 5. Fig. 13. 

Dieser Ammonit gehört in die Verwandschaft von Koeneni, Levyi und galicianus und zeichnet sich dadurch 
aus, dass zwischen den grossen, über die ganze Schale sich hinziehenden Rippen ganz regelmässig immer nur eine 
bloss zur Hälfte reichende intercallirt ist. 

Bei den verwandten Arten sind oft zwei oder drei kurze zwischen den langen eingeschoben. 

Das abgebildete Exemplar stammt aus den Weissenberger Schichten von Patek nördlich von Podiebrad und 
ist ein Geschenk des Apothekers Herrn J. Hellich. 

Die Höhe beträgt 16 cm, die Breite 13 cm und es scheint dies nur 2 / 3 der gesammten Grösse darzustellen. 

Der Querschnitt der Kammer ist oval, 45 mm breit, 75 mm hoch. 

Die Rippen verlaufen schief von vorne oben nach unten und zeigen an manchen Stellen eine schwache 
Knotung. 

(Ammonites) Pacliydiscns Hellichii Fr. 

Taf. 5. Fig. 14. 

Ein ganzes Exemplar aus den Weissenberger Schichten von Patek bei Podiebrad erhielt unser Museum vom 
Gründer des dortigen Localmuseums Herrn Joh. Hellich, dem ich diese neue, sehr interessante Art widme. 

Die Höhe des Gehäuses beträgt 16 cm, die Breite 12y 2 cm. Die letzte Kammer ist 8 cm hoch, 5 cm breit. 
Die ganze Oberfläche ist mit feinen, scharfen Rippen bedeckt, von denen 5 auf 1 cm gehen. Ausserdem verlaufen 
in grossen Abständen je drei starke, 6 mm breite Rippen direkt bis zum unteren Rande, wo sie nach hinten umbiegen. 
Zwischen denselben kommen je 4 feine Rippen zu liegen. 

Von Loben sind nur schwache Spuren vorhanden. 

Die Erhaltungsweise lässt eine präcise Bestimmung der Gattung nicht zu und ein Versuch, von einer Auto- 
rität Belehrung darüber zu erhalten, schlug fehl. 


Gattung Styloteuthis Fr. 

Loligidenschulpen mit solidem runden Stiel in der Längsachse. 


Styloteutliis convexa Fr. 

Taf. 5- Fig. 1. 

Diese kleine Schulpe stammt aus den laibgrossen Knollen von festem grauen Kalkstein, welche in den 
oberen Lagen der Weissenberger Schichten in Vinar Vorkommen und reich an Scaphiten und verschiedenen Gastro- 
poden sind. 

Der erhaltene Theil ist 15 mm lang und 12 mm breit und stellt etwa 2 / 3 der Gesammtlänge der Schulpe 
dar. Er ist verkehrt bimförmig, hinten etwas ausgeschnitten! dachförmig, massig nach den Seiten gewölbt. 

In der etwas beschädigten Rückenkante gewährt man einen runden festen Stiel. Die Oberfläche ist mit 
geschwungenen Anwachslinien geziert. 


Styloteuthis caudata Fr. 

Taf. 5. Fig. 2. 


Eine schlanke Loligidenschulpe aus den Kalkknollen von Vinar. Der erhaltene Theil ist 18 mm lang, in der 
Mitte 5 mm breit, glatt, flach-blattförmig, nach vorne und hinten verschmälert. Das Hinterende ist in zwei seitliche 
flossenartige Fortsätze ausgezogen, die mit verdickten Seitenleisten der hinteren Hälfte der Schulpe Zusammenhängen. 
Der Mitte entlang zieht sich ein starker Rückenkiel, der vorne 2 mm breit ist und sich nach hinten allmählig 
verschmälert. Im Inneren dieses Kieles zieht sich ein fester runder Stiel, der sich auch nach hinten verschmälert 
und endlich in eine feine Spitze ausläuft. 



Fig. 2. Glyphiteuthis crenata Fr. v. Vinar. 
Nat. Grösse. 


Styloteuthis? Vinarensis Fr. 

Taf. 5. Fig. 3. 

Eine der vorderen Art sehr ähnliche Form, an welcher aber der Stiel 
des Rückenkieles nicht deutlich wahrzunehmen ist und die Anhänge am Hinter- 
ende nicht erhalten sind. 

Die Länge beträgt 23 mm, die grösste Breite 9 mm. Die Oberfläche 
glatt, mit schwachen Anwachslinien. 

Das einzige Exemplar stammt aus denselben grauen Kalkknollen wie 
die vorhergehenden zwei Arten. 


tilypliiteutliis liiinor Fr. 

Taf. 5. Fig. 4. 

(Fritsch und Schlönbach, Cephalopodcn der böhmischen Kreideformation pag. 17. 

Taf. 16. Fig. 13.) 

Ich beschrieb ein kleines Exemplar von 18 mm Länge aus der Gegend 
von Lipenz. Später erhielt ich durch Herrn Rejholec, Lehrer in Koufim, zwei 
weitere Exemplare von Zdanic bei Koufim aus den Weissenberger Schichten von 
bedeutenderen Dimensionen, welche die Kerbung des Rückenkieles deutlich zeigen 
und das besonders an Abgüssen in das Negativ. Das auf Taf. 5 Fig. 4 abgebildete 
Exemplar ist 30 mm lang, das andere 80 mm. 

Alle drei Exemplare sind wohl nur Alterstufen einer Art, da sie in der 
Verzierung der Schale ganz übereinstimmen. 


(ilyxihitexithis ornata Reuss. 

(Reuss, Loligidenreste iu der Kreideformatiou. Abhandlungen der k. böhmischen Gesellschaft 
der Wissenschaften. Fünfte Folge. 8. Band. Iin Anhang p. 29 mit 1 Tafel.) 

Taf. 5. Fig. 5. 

Die von Reuss iu Farbendruck dargestellte Abbildung ist nach dem 
Negativ des Originals angefertigt, auch der vergrösserte Abdruck des Rückenkieles 
ist nach demselben gezeichnet. Da dies nicht das richtige Bild der Oberfläche 
bietet, so Hess ich einen Abdruck anfertigen, welcher dieselbe gut darstellt. Die 
Kerbung des Rückenkieles ist sehr verschieden und bei weitem nicht so regel- 
mässig wie auf dem Reussischen Bilde. Ich zeichnete das best erhaltene Korn 
des Rückenkieles in Öfacher Vergrösserung. 


14 


Das Bild zeigt eine Unregelmässigkeit. In der Mitte ist eine Grube, der Körper ist vorne und hinten ver- 
längert, seitlich in ungleiche Lappen ausgezogen. Unter dem linken Lappen zieht sich eine runde Leiste. 


Glyphiteuthis crenata Fr. 

Taf. 5. Fig. 6. Textfig. Nr. 2. 

In neuerer Zeit erhielt ich ein gutes Fragment einer Glyphiteuthis aus den Weissenberger Schichten von 
Vinar bei Hohenmauth, welches den Körper der Schulpe erhalten zeigt. 

Das Exemplar ist 16 cm lang und war am erweiterten Hinterteile 54 mm breit. Der Rückenkiel ist sägen- 
förmig gekerbt, und man sieht, dass diese Kerben mit den Anwachsstreifen Zusammenhängen. 

Die Schulpe ist von bräunlicher Farbe und irisirt an dem erweiterten Theile. 

Unter dem gekerbten Kiel liegt ein glatter solider Stab. 

Die an den Mittelkiel anliegenden Theile der. Schulpe sind mit glänzenden Körnern geziert, ähnlich wie bei 
Gl. ornata. 

Die Art von Vinar unterscheidet sich durch den schmäleren Rückenkiel von Gl. ornata, bei welcher derselbe 
abgerundet und mit queren Runzeln besetzt ist. 

Die Schulpe von Vinar scheint einem erwachsenen Exemplar anzugehören, ist aber um 8 cm kürzer als die 
Art vom Weissen Berge. 


Aptychus Simplex Fr. 

Taf. 5. Fig. 7. 

Dieser glatte Aptyclms hat die Länge von 25 mm, ist 14 mm breit, die Rückenseite ist gerade, der Unter- 
rand oval. Derselbe ist viel breiter und kürzer als Apt. cretaceus Münster und gehört dem Scaphites an, der bisher 
als Sc. Geinitzii D. Orb. angeführt wurde und welcher in denselben grauen Kalkknollen vorkommt wie der hier 
beschriebene Aptychus Simplex. 

Die meisten der vorliegenden Exemplare liegen mit der gerippten Oberseite im Gesteine und zeigen nur die 
glatte Unterseite. Wo die Oberseite sichtbar ist, lässt sie keine Verzierung erkennen, nur dicke glatte Rippen. 


Aptychus conchaeformis Fr. 

Taf. 5. Fig. 8. 

Wir besitzen nur eine rechte Hälfte dieses Aptychus, welche doppelt so lang als breit ist. Die Schale ist 
dünn, glatt und zeigt nur schwache Anwachsstreifen. Im ganzen ist die Ähnlichkeit mit einer Bivalvenschale (etwa 
mit Modiola) sehr gross. 


Aptychus radiatus Fr. 

Taf. 5. Fig. 9. 9'. 

Die Innenfläche dieses Aptychus zeigt eine glatte glänzende Oberfläche, die regelmässige Negative der Rippen 
der Oberseite erkennen lässt und nach innen von einer breiten Mittelleiste begrenzt wird. Bei genauer Betrachtung 
gewahrt man, dass die ganze Schale von feinen, verzweigten Kanälen durchzogen ist (9 1 ), von denen es nicht sicher 
ist, ob dieselben nicht von einem parasitischen Organismus herrühren. 

Gas einzige Exemplar stammt auch aus den grauen festen Kalkknollen von Vinar. 


15 


Aptychus planus Fr. 

Taf. 10- Fig. 8. 


Ein 13 mm langer und ebenso breiter Aptychus, ganz flach, stammt aus dem Weissenbergen Pläner von 
TrebeSice bei Cäslau und wurde von Herrn Kopecky unserem Museum übergeben. Derselbe ähnelt dem Aptychus 
eines Scaphiten aus den Priesener Schichten. 


Beide Hälften eines Aptychus aus dem Pläner des Weissen Berges bei Prag. Die linke Hälfte ist 12 lang, 

14 breit. 

Der Innenrand ist gerade und bildet mit dem hinteren Rande einen rechten Winkel, die beiden Hälften zusammen 
sind ganz von der Gestalt eines Querschnittes einer Kammer von Nautilus. 

Die Oberfläche ist runzlig und trägt mehrere Warzen. 

Es ist wahrscheinlich, dass dieser Aptychus zu Nautilus sublaevigatus gehört, der auf dem Fundorte sehr 
häufig ist. 


In den Steinbrüchen von Choceü und Vinar kommen in den grauen Kalkknollen, die in den Bisicer Übergangs- 
Schichten zwischen den Weissenberger und Iserschichten liegen, Gebisse von Cephalopoden vor, die ich vorläufig in 
der populären Zeitschrift abbildete, um die Aufmerksamkeit der Sammler darauf zu lenken. 


Ähnliche, aus dem Muschelkalke stammenden Gebisse wurden als zu Nautilus gehörig Conchorhynchus benannt. 
Diejenigen aus dem Neocom benannte man Rhynchoteuthis. Es wäre am besten, dieselben als Nautilorhynchus zu 
bezeichnen. 

Mit dem Gebiss aus dem Muschelkalke stimmt auffallend der Kiel (Taf. 5 Fig. 11), mit dem aus dem Neocom 
der Unterkiefer mit den beiden Seitenflügeln. 

Der kalkige Überzug ist gezahnt und bei der Seitenansicht ist derselbe an Taf. 10. Fig. 9 sichtlich. 

Seine Unterseite Taf. 5 Fig. 12 zeigt vorne an der Spitze eine rhombische Platte, von der sich nach hinten 
eine vorspringende Leiste zieht. Von dieser entspringen jederseits drei scharfe Leisten, die sich der Quere nach 


Aptychus verrucosus Fr. 

Taf. 10. Fig. 7. 


Rhynchoteuthis cretacea Fr. 

Taf. 5. Fig. 10, 11, 12. Taf. 10. Fig. 8, 9- Textfigur No. 3. 
(Vesmir XXVI., str. 223, obr. c. 61.) 



Fig. 3. Rhynchoteuthis cretacea Fr. 

Von Vinar. kalkiger Ueberzug des Unterkiefers 4mal vergrössert. 


16 


zum äusseren Rande hinziehen. Der Unterkiefer setzt sich jederzeit in einen erweiterten Seitenflügel fort. Der Ober- 
kiefer ist viel kleiner und hat auch Andeutungen von Seitenflügeln. 

Unser Material an Rhynchoteuthis von Choceil und Vinar ist sehr reich und wird in der Zukunft einem 
Monographen dieser Gebisse gute Basis für die Erkenntnis dieser Gebilde liefern. 


3. Cenomane Petrefacten aus dem 

bei Chrudim. 


Granitgebiete von Skuc 


Ueber das Vorkommen von Rudisten und anderen Petrefacten der cenomanen Korytzaner Schichten in den 
Kluftausfüllungen des Granites im östlichen Böhmen berichtete ich in den Verhandlungen der kön Böhm. Gesell- 
schaft der Wissenschaften in Prag im Jänner 1909.*) 

Die Erhaltungsart der Petrefacten ist eine sehr ungünstige, denn man hat es bloss mit negativen Abdrücken 
in dem hornsteinartigen sehr festen Sandsteine zu tliun und erhält nur durch Anfertigung von Gypsabgiissen das 
zum Studium nöthige Object. Es wird längere Zeit dauern, bevor die Arten, über 60 an der Zahl, werden definitiv 
bestimmt werden können und ich beschränke mich hier auf die Beschreibung einiger besonders intressanten, meist 
neuen Funde. 


Nerita nodosa Aut. 

Taf. 6. Fig. 1. 

Diese grosse Schnecke, die früher als Natica nodosa beschrieben wurde, ist sehr variabel und kommt in 
fast glatten, schwach geknoteten und stark geknoteten Formen vor. 

Hier in Skuc erlangt sie die höchste Entwickelung sowohl in Bezug auf die Stärke der Knoten und Rippen, 
sowie auf die Ausbildung der scharfen Kante der letzten Windung. 

In neuerer Zeit wurden zahlreiche Exemplare dieser Art in Limoniten gefunden, welche in Klüften des 
Kieselschiefers bei Kojetic vom Herrn Lehrer Peterbok gefunden wurden. Dieselben bestätigen die Variabilität 
dieser Art. 


Ryckholtia nodosa Fr. 

( Cyclostrema RyJc.) 

Taf. 6. Fig. 2. 

Diese Schnecke ist eine ganz flache Spirale von 30 mm Durchmesser. Von den Windungen sind bloss die 
zwei letzten erhalten, aber es werden etwa 5 gewesen sein. 

Die Windungen sind von viereckigem Querschnitt und tragen knotige Wülste. 

Von ganz ähnlichen Schnecken bildet Ryckholt in Melange palaeontologique 7 Arten ab auf Taf. XXVI. 
Fig. 1 — 13. Aber das Werk enthält den Text bloss zu Taf. XX. 

Pis ist daher nicht möglich zu verstehen, weshalb Ryckholt die Schnecken zur Gattung Cyclostrema Marryat 
stellte, die eine ganz winzige, anders aussehende, aus dem Tertiär und den jetzigen Meeren stammende Gattung, 
vorgestellt hat. 

*) Ueber Rudis tenfunde im Granitgebiete bei Sku6. Sitzungsberichte der k. böhm. Gesellschaft der Wissenschaften 
22 Jänner 1909. 


17 


Am ähnlichsten ist unserer Art die Cyclostrema biconcava, Ryck 1. c. Fig. 12. Dieselbe hat aber die Win- 
dungen von rundem Querschnitt. 


Typhis Jetmari. Fr. 

Taf. 6 Fig. 4 

Der Steinkern einer 3 mm langen Schnecke ist dadurch ausgezeichnet, dass auf den oberen Rändern der 
sechs Umgänge gerade, zugespitzte Ausfüllungen von Röhren stehen, welche auf ähnliche Gebilde bei der Gat- 
tung Typhis erinnern. Dort stehen die Röhren nach aussen, hier aber parallel der Achse dev Schnecke. Die Spitzen 
reichen auf 1 / 3 der Höhe des Umganges. 

Das einzige Exemplar fand ich zu Hause beim Zerschlagen des von Herrn V. Jetmar eingesandten Materiales 
und widme diese interessante Art diesem strebsamen Forscher. 


Turbo sp. 

Taf. 6. Fig 3. 

Eine Wohnkammer eiuer turboartigen Schnecke mit Längs- und Querleisten, wodurch dieselbe gegittert 
erscheint. 

Ausserdem sind noch mehrere letzte Windungen vorhanden, welche aber nicht näher zu bestimmen sind. 


Trochus ? Requienianus D'Orb. 

Taf. 6. Fig. 5. 

Eine kurze, breite Schnecke von 16 mm Breite, welche nach dem Ausgusse in das Negativ gezeichnet 
wurde, ähnelt dem Trochus Requianus D’Orb., aber die Zugehörigkeit zur Gattung Trochus bleibt zweifelhaft. 


Turritella striatissima Fr. 

Taf. 6 Fig 6. 

Das Negativ der Windung einer grossen Turritella 10 mm hoch, zeigt eine feine Streifung der Windungen. 


Radiolites bohemicus Pocta. 

Taf. 6. Fig. 8. 8. b. 

Von diesem Rudisten besitzen wir ein Negativ der Aussenfläche, die glatt ist und nur schwache Querstrei- 
fung zeigt. 

Im Inneren liegt die Ausfüllung des Hohlraumes, deren vorderes Ende einen Kranz von schiefen kurzen 
Stäbchen zeigt (Fig. 8. b) und vom hinteren Rande zieht sich eine starke Falte über den glatten Theil. 


Caprotina sp. 

Taf. 6. Fig. 9. 

Ein gut erhaltener Steinkern wurde von Prof. Pocta als zu Caprotina gehörig bestimmt. Der Rest ist 8 mm 
lang, vorne 6 mm breit. 

3 


18 

Ichtyosarcolithns sp. 

Taf. 6. Fig. 10. 

Es fanden sich wiederholt Fragmente des inneren Gerüstes, sowie glatte Partien der äusseren Schale. Alles 
stimmt mit den bei Koneprus vorkommenden Resten dieser Gattung. 


Operculiiin eines Budisten ? 

Taf. 6. Fig 11 

Mehrere Exemplare des Negatives eines Operculum, das wahrscheinlich einem Rudisten angehört, wurden 
gefunden. Dasselbe ist rund, 8 mm breit und hat in der nach vorne liegenden Grube eine längliche, hinten in eine 
Spitze auslaufende Wulst. 

Pentacrimis pusillus Fr. 

Taf. 6 Fig. 7. 

Das Gestein aus den Kluftausfüllungen von der Localität na Horkäch ist stellenweise mit einer Menge 
von Stielgliedern eines Pentacrinus erfüllt, welche denjenigen von P. lanceolatus sehr ähnlich sind. Aber es gelang 
das Negativ des Basaltheiles des Kelches aufzufinden, wo man an dem Abdruck wahrnimmt, dass die hiesige Art 
bedeutend von den au anderen cenomaneu Localitäten (z. B. Kamajk, Zbyslav etc.) vorkommenden abweicht. 

Der Kelch, 7 mm breit, hat in der Mitte eine glatte Fläche mit dem öarmigen Stern. 

Die ganze übrige Fläche ist mit schiefen Reihen von je 5 rundlichen Grübchen geziert. 

Ein ähnlicher Kelch, der von Geinitz als Glenotremites rosaceus beschrieben wurde und wahrscheinlich zu Penta- 
crinus lanceolatus gehört, hat viel weniger Grübchen; dieselben sind unregelmässig, verschieden eckig. Glenotremites 
Scblütterianus Gein. hat noch weniger und grössere Grübchen. 


4. Ueber weitere Funde von Iserosaurus litoralis. 


Y ersuch der Restauration des Brust- und Beckengürtels. 

Taf. 7, 8, 9 und Textfigur No. 4. 

Die ersten Reste von Iserosaurus, die im Jahre 1899 in Milovic bei Lissa gefunden wurden, beschrieb 
ich in dem Werke: Neue Fische und Reptilien der böhmischen Kreideformation, 1905. 

Im Jahre 1908 wurden östlich vom früheren Fundorte an derselben ehemaligen Strandlinie beim Ausgraben 
der Gründe zu einem Hause in Milovic wieder etwa 40 Stücke der grauen Kalkknollen mit Knochenresten gefunden, 
von denen ich hier die wichtigsten besprechen will. 

Die Knochen sind sehr fest in dem grauen, sehr harten Kalkstein eingeschlossen und spalten grösstentheils 
beim Zerschlagen der Knollen. Es bleibt nichts anderes übrig, als bei den meisten die Knochensubstanz ganz weg 
zu präpariren und in die so gewonnenen reinen Negative Gypsabgüsse zu machen, welche die äussere Form der 
Knochen gut darstellen. 

Es zeigte sich nun, dass alle diese Reste wohl einem Individuum von Iserosaurus augehören und hauptsächlich 
den Brust- und Beckengürtel sammt Extremitäten darstellen. 


19 


Von der Wirbelsäule sind nur einige schlecht erhaltene Wirbel vorhanden. 

Als Grundlage für die Deutung der einzelnen Knochen diente mir für den Brustgürtel die Darstellung 
Owens von Plesiosaurus laticeps (Zittel III. Vertebrata p. 489, Fig. 466), für den Beckengürtel diejenige von 
Huxley (Zittel p. 490, Fig. 467). 


1. Der Brustgürtel. 

Zu diesem dürften folgende Theile gehören : 



Fig. 4. Versuch einer Restauration des Brustgürtels von Iserosaurus. Sc. Scapula, Cor. Coracoideum, h. Humerus in ‘/ 5 nat. Grösse. 


Scapula. 

(Taf. 7 Fig. 3, Textfig. No. 4 sc.) 

Der Knochen ist 15 cm lang, in der Mitte 47 2 cm breit. Das distale gut erhaltene Ende ist 77 2 cm breit, 
das proximale, das zum Ansatz an das Coracoideum bestimm t ist, ist mangelhaft erhalten. 


Das Coracoid 

(Taf. 7 Fig. 1, 2. Textfigur. 4 cor.) 

ist ein langer flacher Knochen, der die hintere Hälfte etwas nach aussen gebogen zeigt, so dass nur der vordere 
innere Rand mit dem der anderen Seite in Kontakt kommt. Nach einem' Abgusse in ein wohlerhaltenes Negativ hatte 
derselbe 23 cm Länge und der ganzen Länge nach 9 — 10 cm Breite. Seitliche Einschnitte des Aussenrandes sind 
nicht wahrzunehmen. 


3 


20 


Dieses Coracoid stimmt vielmehr mit dem von Plesiosaurus, als mit dem, wie es von Cimoliosaurus bei 
Seeley dargestellt ist. 

Das Episternum und die Clavicula sind nicht vorhanden und auf der Restauration nur angedeutet. 

Für eine Clavicula wäre eventuell der auf Taf. 9 Fig. 4 abgebildete Knochen zu halten, aber derselbe liess 
sich seiner bedeutenden Grösse nicht auf die ihm zukommende Stelle postiren. Viel eher gehört er zu den Kno- 
chen einer Extremität, als Unterarm oder Unterschenkel. 

Der erhaltene Theil ist 13 cm lang, misst am breiteren Theile 10 cm, in der Mitte 5 cm. 


Der Humerus 

(Taf. 7 Fig. 4 Textfigur No. 4 h.) 

liegt in unmittelbarer Nähe des Coracoideums und der Scapula und war noch von 2 Wirbeln bedeckt, sodass seine 
Präparation ganz ungewöhnliche Schwierigkeiten hatte. 

Ueberraschend ist der grosse Condylus, wie er sonst nicht bei den Plesiosauriden vorkommt. 

In der Mittellinie ist derselbe 24 cm lang, die schmälste Stelle ist 7 cm breit. Vom Innenrande des Con- 
dylus bis zum seitlich proximalen Ausläufer misst man 20 cm. Der Condylus ist 5 cm breit und 6 cm hoch. Von 
der Basis desselben zieht sich eine Wulst zum äusseren hinteren Rande des Knochens. 

Das distale Ende ist defekt und zeigt nicht die Gelenkenden. 


2. Der Beckengürtel. 


Das Ischium. 

(Textfigur No. 5 Isch.) 

Dies konnte nur nach dem Gypsabguss in das Negativ studirt werden. 

Die Länge beträgt 27 cm, die Breite 11 cm. Am vorderen äusseren Ende ist ein nach oben hervorragender 
Fortsatz, der den Anschluss an das Ueum darstellt. Von diesem aus zieht sich über die Mitte des Knochens eine 
Hache Wulst bis zum hinteren Ende. 

Der Innenraud ist in seinem vorderen Theile etwas gebogen, der hintere Theil ist gerade, zum Anschluss 
an das Ischium der entgegengesetzten Seite. 

Rechts von der Mittelleiste ist der Knochen etwas vertieft und sein Aussenrand schwach ausgebogen. 


Das Ileu nt. 

(Taf. 9. Fig. 3 Textfigur No 5 11.) 

Dieser Knochen zeigt nach dem Ausgusse eines Negativs sehr gut die eine Fläche und seine Deutung als 
Darmbein ist ziemlich sicher. Seine Länge beträgt 19 cm, in der Mitte hat er 4 cm, das proximale Ende ist 6 cm 
breit und zeigt zwei Gelenkflächen zum Ansatz an die Wirbelsäule. 

Das distale Ende 8 cm breit, schief abgeschnitten. 


Das Pubicum 

ist nicht kenntlich erhalten, denn es liegeu bloss flache Knochen mit defecten Rändern vor. Ich deutete seine 
Gestalt an der restaurirten Figur nach Huxley an (Zittel p. 490 Fig. 467). 


Femur. 

Taf. 8. Fig. 2. (Textfig. Nr. 5. Fern.) 


21 


Dieser Knochen hinterliess bloss das Negativ, das durch Zusammenstellung von mehreren Gesteinsblöcken 
zur Herstellung eines Abgusses tauglich wurde. Die Gelenkenden konten nicht aus dem Gestein heraus präparirt 
werden. 

Der erhaltene Theil ist 30 cm lang in der Mitte 5 J / 2 cm breit, und ist auf der Aussenseite flach gewölbt. Das 
distale Ende ist auffallend nach innen ausgezogen und zeigt 20 cm Breite. Dieser Femur hatte eine von Plesiosaurus 
ganz abweichende Gestalt und haffgewiss auch einen kräftigen Condylus gehabt wie der Humerus. 



Fig. 5. Versuch einer Restauration des Beckengürtels von Iserosaurus. II. Ileurn, Isch. Ischium, Fern. Femur. */ 6 Nat. Grösse. 


Rippenknorpeln ? 

(Taf. 8. Fig. 1.) 

Ganz räthselhaft ist eine längliche Scheibe, die in lange schmale Fortsätze ausläuft. 

Die Länge des Restes beträgt 30 cm ; die Scheibe ist dreieckig, 30 cm lang, 10 cm breit. 

Die rippenartigen Fortsätze kann man auf der Scheibe selbst in einer Länge von 10 cm beobachten, am 
freien Theil 7 cm. Die Breite beträgt 13 mm. 

Verknöcherte Rippenknorpeln beschrieb Osborne bei dem amerikanischen Platecarpus und ich fand ähnliche 
schmale Stäbe bei dem Cimoliosaurus aus den Iserschichten von Chrast bei Jungbunzlau (Abhandlungen der 
k. böhm. Gesellschaft der Wissenschaften 1906). Deshalb ist die Deutung dieses von Iserosaurus stammenden 
Stückes als zu den Stern alknorpeln gehörig sehr wahrscheinlich. 


22 


Wirbelreste. 

Es siud nur wenige schlecht erhaltene Wirbel vorhanden. Der beste Rest (Taf. 6 Fig. 1) zeigt drei dis- 
locirte Theile: einen Dornfortsatz (Fig. 1) dann einen niedrigen breiten Knochen mit seitlichen Fortsätzen (Fig. 2) 
und die Basis eines kleinen Wirbelkörpers (Fig. 1). 

Auf dem Humerus lagen zwei zerdrückte Wirbel von 4 cm Länge und 12 cm Breite 
Der letzte Rest ist ein isolirter Wirbel, der aus dem Gestein nicht so ausgearbeitet werden konnte, um 
näher gedeutet zu werden können. 

Das Lacrimale 

(Taf. 9 Fig. 5.) 

ist ein flacher geschwungener Knochen von 11 cm Länge und in der Mitte von 4 J / 2 cm Breite. Die Dicke betrug 5 mm. 

Bezüglich des Alters 

dieser Reste kann man die grauen Pläner mit den Kalkknollen als zu den Bischitzer Uebergaugsschichten gehörig 
bezeichnen, die an der Basis der Iserschichten über den Weissenberger Schichten liegen. (Archiv für Landesdurch- 
forschung Band V. p. 6.) Versteinerungen, welche den Horizont präciser bezeichnen möchten, wurden nicht gefunden. 


Deutung der Skelettreste. 

„Der Mensch irrt, so lang er strebt.“ 

Die Deutung dieser mangelhaft erhaltenen und zerstreuten Reste des Skelettes von Iserosaurus ist sehr 
schwierig und die Bezeichnung der einzelnen Knochen muss meist nur als ein Versuch aufgefasst werden. Einen 
grossen Nutzen brachten diese neuen Funde in Beziehung auf die Form der Extremitäten und bestätigten meine 
Auffassung des auf Taf. 5 Fig. 4*) abgebildeten Knochens als ein zum Schädel gehöriges Pterygoideum und 
widerlegten die Meinung, dass das ein Femur sei. 

Diejenigen Stücke, deren Deutung ganz unsicher blieb, habe ich lieber gar nicht abgebildet in der Hoffnung, 
dass spätere Funde besseres Material liefern werden, bis in der Nähe des zweiten Fundortes neue Bauten in 
Angriff genommen werden. 

Hätte man amerikanische Mittel zur Hand, könnte man die ehemalige Strandlinie, wo diese Reste liegen, 
verfolgen. 


5. Ueber verschiedene neue Petrefacten aus der Kreideformation 

Böhmens. 


Coprolites strobiliformis Fr. 

Aus dem Pläner des Weissen Berges bei Prag. 

Taf. 10. Fig 4 

Der abgebildete Coprolit befindet sich als Negativabdruck vom Weissen Berge bei Prag im Cabinet des 
deutschen Polytechnicum in Prag und wurde mir gefälligst von Prof. Wähner zur Anfertigung eines Gypsabgusses geliehen. 

*) Fritsch und Bayer, Neue Fische und Reptilien. 1905. 


23 


Derselbe ist an 7 cm lang und 27 2 cm breit und man zählt an demselben etwa 20 lappenförmige Falten 
des Spiralldappendarms, die mit den gekerbten Rändern nach hinten gekehrt sind. 

Reuss bildet auf Taf. IV. mehrere unvollständige Exemplare dieses Coproliten ab und rechnet sie zu 
Macropoma Mantelli. 

Aber die Zugehörigkeit zu diesem Fische ist sehr fraglich , denn an den Fundorten dieses Fisches ist Macro- 
poma entweder sehr selten oder nicht vorhanden. Dagegen fand ich bei den vielen Exemplaren von Macropoma aus 
den Weissenberger Schichten nördlich von Melnik nie einen solchen Coproliten. Ich vermuthe, dass dieser Spiral- 
klappendarm viel eher einem Haifische angehört, denn die Zähne derselben sind in dem Weissenberger Pläner sehr 
häufig. (Oxyrhina, Otodus, Lamna.) 



Fig. 6. Gorgonia umbracea. Fr. Von Skrovad bei Leitomiscbel. a / 3 nat. Grösse. 


Der Vergleich mit dem Spiralklappendarme von Amia calva, welche dem Macropoma sehr nahe verwandt ist, 
bestätigt meine Vermuthung, denn derselbe ist sehr schmal und zeigt bloss vier Windungen. 


Coprolites abbreviatus Fr. 

Ans dem Pläner des Weissen Berges bei Prag. 

Taf. 10. Fig. 5. 

Ziemlich häutig sind im Pläner am Weissen Berge bei Prag ganz kurze Coproliten, welche bloss 3 — 5 Win- 
dungen zeigen. Dieselben dürften nur dem hinteren Theile des Spiralklappendarmes angehören und haben sich nur 


24 


deshalb erhalten, weil sie mit festen Excrementen erfüllt waren, während der vordere Theil, der mit weichen Excre- 
menten erfüllt war, sich nicht erhalten hat. 

Dieselben dürften zu Corax oder Lamna gehören. 


Gorgonia montalhana Fr. 

Aus dem Pläner des Weissen Berges bei Prag. 

Taf. 10. Fig. - 1, 2. 

Diese interessante Versteinerung fand Herr Stud. Bambousek und übergab dieselbe unserem Museum. 

Es ist ein gefiederter Zweig von 4'/ 2 cm Länge, der auf beiden Seiten 2 cm lange Aeste trägt, in deren 
Innerem eine dunkle feste Achse zu sehen ist. 

Die Oberfläche zeigt bei 20facher Vergrösserung runde Höcker, welche in der Mitte eine Oeffuung haben 
und wohl der Sitz der einzelnen Polypen waren. 


Gorgonia umbracea Fr. 

Aus dem Sandstein der Korytzaner Schichten von Skrovad bei Leitomischel. 

Textfigur No. 6. 

Diesen sonderbaren Abdruck fand ich in den ersten Jahren der Excursionen der Laudesdurchforschung 
bei Skrovad südlich von Leitomischel, zögerte aber denselben zu beschreiben, da es nur als ein Schattenbild einer Gor- 
gonia ist ohne einer Spur des Petrefactes selber. Nachdem in jüngerer Zeit ein besser erhaltener Zweig einer 
Gorgonia am Weissen Berge bei Prag gefunden wurde, so zögereich nicht, hier darüber etwas näheres zu berichten. 

Der schön verzweigte Busch hat einen starken Basaltheil, welcher unten zum Ansatz an einen Felsen 
scheibenförmig erweitert ist. 

In der Art der Verzweigung erinnert der Abdruck an Gorgonia verrucosa des Mittelmeeres. Die Breite 
beträgt 25 cm, die Höhe 20 cm. 


Spongites (?) furcatus Fr. 

Aus dem Plauer des Weissen Berges bei Prag. 

Taf. 10. Fig. II. 

Auf der Oberfläche von Steinkernen grosser Ammoniten finden sich zuweilen fncoidenartige Gebilde, deren 
Deutung bisher zweifelhaft war. Ein ganz besonders hübsches Exemplar auf einer Wohnkammer von Ammonites 
peramplüs munterte mich auf, dasselbe näher zu untersuchen. 

Der Dünnschliff zeigte eine Menge von Foraminiferen der Gattungen Textillaria, Nodosaria etc., dann ver- 
zweigte Fragmente von Hornfasern, sowie gebogener Nadeln, wie sie ähnlich bei Spongites achilleifer Vorkommen. Es 
wird dadurch wahrscheinlich, dass dies kein Fucoid, sondern ein Schwamm ist. 


Spongites acMlleifer Fr. 

Aus deu Teplitzer Schichten von Hundorf. 

Taf 10- Fig. 3. 

Zw'ei Exemplare dieses Spongiten erhielt unser Museum von Herrn Bergingenieur Mikuschkewitsch aus den 
Teplitzer Schichten von Hundorf. 


25 


Dieselben sind deshalb interessant, weil sie die Beziehungen von Spongites mit den achilleu unartigen An- 
schwellungen darlegen. 

Das abgebildete Exemplar ist 37 cm lang, der dünne Zweig 2 cm breit, die bimförmige Anschwellung 
10 cm lang, 7 cm breit, flach 25 mm hoch. Die Gestalt des Stieles gleicht einem Hirschhorn. Das Innere zeigt 
keinen Hohlraum und auf der Oberfläche liegen angeschmiegt dünnere Zweige. An manchen Stellen sowohl des bim- 
förmigen Theiles sowie des Zweiges liegen flache Leistchen von 1 mm Breite, von welchen einige dichotomiren (Fig. 3 b). 

Dies erinnert an die Runnzlug der Achilleen. 

Der Dünnschliff zeigt ein bräunliches Gewebe mit geraden und gebogenen Nadeln und vielen Foraminiferen. 

Dieser Fund wird eine eingehende Untersuchung der Spongiten unserer Kreideformation zur Folge haben. 


Seite 


Seite 


"Vorwort 3 

1. Thierreste aus den cenomanen Perucer Schich- 
ten der böhmischen Kreideformation 4 

I. Vermes - . 5 

II. Crustaceen- 6 

III. Arachniden 6 

IV. Myriopoden ........ 6 

Y. Insecten • 7 

YI. Insectenlarven . 9 

YII. Gastropod und Fischschuppen 11 

2. Neue Cephalopotlen aus der Kreideformation 

Böhmens 12 

Pachydiscus cf. Levyi 12 

Pachydiscus Hellichii Fr. 12 

Stvloteuthis convexa Fr 12 

Styloteuthis caudata Fr 13 

Stvloteuthis Winarensis Fr . 13 

Glyphiteuthis minor Fr 13 

Glyphiteuthis ornata Reuss 13 

Glyphiteuihis crenata Fr. 14 

Aptychus simplex Fr -14 

Aptychus conchaeformis Fr 14 

Aptychus radiatus P'r ■ 14 

Aptychus planus Fr 15 

Aptychus verrucosus Fr. . . 15 

Rhynchoteuthis cretacea Fr .... 15 


3. Cenomane Petrefacten aus dem Granitgebiete 


von Skuc • iß 

Nerita nodosa ant . 16 

Ryckholtia nodosa Fr 16 

Typhis Jetmari Fr 17 

Turbo sp 17 

Trocbus? Requienianus DOrb 17 

Turritella striatissima Fr 17 

Radiolites bohemicus Pocta ... 17 

Caprotina sp . 17 

Ichtbyidithus sp • IS 

Operculum eines Rudisten? 18 

Pentacrinus pusillus Fr 18 

4. Ueber weitere Funde von Iserosaurus litoralis 19 

Brüstgürtel 19 

Der Beckengürtel ... 20 

Rippenknorpeln 21 

Wirbelreste • 22 

5. Ueber verschiedene neue Petrefacten aus der 

Kreideformation Böhmens 22 

Coprolites strobiliformis Fr 22 

Coprolites abbreviatus Fr 23 

Gorgonia montalbana Fr. . 24 

Gorgonia umbracea Fr 24 

Spongites furcatus P'r 24 

Spongites achilleifer Fr 24 























Taf. 1. 


Alle Exemplare sind ans den cenomanen Perucer Schichten von Kounic bei Böhmisch Brod. 


Fig. 1. Rambouskia i)aradoxa Fr. Ganzes Exemplannit langen Fühlern und langen Füssen. Vergr. i4mai. N. d. Org. si 


Fig. 2. Larve eines Gomphus ähnlichen Insectes. 

Fig. 3. Ein fast ganzes Insect. 

Fig. 4. Ein käferartiges Insect. 

Fig. 5. Ein fliegenartiges Insect mit zum grössten Theil erhaltenem Chitinpanzer. 
Fig. 6. Ein käferartiges Insect mit kurzen Fühlern. 

Fig. 7. Eine Larve eines Insectes. 


Vergr. 6mal. N. d. Org. 2 . 
Vergr. 8mah N. d. Org. 140. 
Vergr. 8mal. N. d. Org. 8. 
Vergr. 14mal. N. d. Org. 135 a. 
Vergr. 14mal. N. d. Org. 1. 
Vergr. Smal. N. d. Org. 52a. 


Fig. 8. Kopf und Thorax eines Insectes mit geknickten Fühlern und zwei Punctaugen am Scheitel. 

Vergr. 14mal. N. d. Org. 138. 


Fig. 9. Der Rambouskia ähnliches Insect mit viereckigem Kopfe und 2 Flügelstummeln. Vergr. i4mdi. N. d. Org. 137 


Miscellanea II 


Tab. i 



K. Bellinann phototyp, 




Taf. S 


Alle auf dieser Tafel dargestellten Thiere stammen aus den cenomanen Perucer Schichten von Kounic 

bei Böhmisch Brod. 

Fig. 1—4 Gelsenpuppen. EocuSex prisscus Fr. 


Fig. 


Fig. 


Fig. 


Fig. 

Fig. 


Fig. 


Fig. 


Fig. 

Fig 

Fig. 

Fig. 

Fig. 

Fig. 


Fast ganze Puppe mit der Kopfhaube und 8 Segmenten des Hinterleibes. Vergr. 8mai. N. d. Org. 13. 

Eine kleinere minder gut erhaltene Puppe. Vergr. 8mai. N. d. Org. 12. 

Puppe mit 2 Athemröhren. Vergr. i4mai. N. d.' Org. 24. 

Puppe mit vielglied rigem Fühler. Vergr. 8mai. N. d. Or 9 . 17. 

Ein Flügel, der in Gesellschaft der Puppen gefunden wurde und wahrscheinlich derselben Gelse angehört. 

Vergr. 8mal. N. d. Org. 4t. 

Ein podureuartiges Insect mit grossem Kopfe, 3 Thorax- und 10 Hinterleibringen. Hinten eine Springgabel. 

Vergr. 14mal. N. d. Org. 83. 


Fig. 

Fig. 

Fig. 

Fig. 


7. 

8 . 

9. 

10 . 

11 . 

12 . 

13. 

14. 

15. 

16. 

17. 

18. 


Eine Chironomusröhre mit Körnern von Brauneisenstein besetzt. 


Vergr. 8mal. N. d. Org. 82. 


Kopf und Thorax eines Insectes mit grossen Augen und zwei spitzen, kurzen Stacheln vor der Stirn. 

Vergr. 14mal. N. d. Org. 94. 


Ein Insect mit 3 einfachen Augen am Scheitel und kurzen Fühlern (Wespe?). 
Ein räthselhaftes Insect mit spitzem Kopfe und getheiltem Thorax. 

Ein grossaugiges Insect (Fliege?). 

Nymphe einer Wespe? In Seitenlage. 


Vergr. 8mal. N. d. Org. 90. 
Vergr. Sinai. N, d. Org. 46. 
Vergr. 8mal. N. d. Org. 55. 
Vergr. 8mal. N. d. Org. 126. 


Ein podurenartiges Geschöpf mit 2 einf. Augen am Kopfe und hinten mit einer Springgabel. 

Vergr. 14mal. N. d. Ex. 73. 

Ein fragmentäres Insect mit 4 einfachen Augen am Kopfe und je 2 Höckern am 2. und 3. Thoraxsegment. 

Vergr. 14mal. N. d. Org. 69. 


Kopf und Thorax. 

Kopf mit 2 Augen und langen Fühlern. 

Kopf mit sehr grossen Facettaugen (Fliege?). 

Insectenfragment mit rundgliedrigen Fühlern und 3 Segmenten. 


Vergr. 8mal, N. d. Org. 136. 
Vergr. 8mal. N. d. Org. 49. 
Vergr. 8mal. N. d. Org. 127. 
Vergr. 14nial. N. d. Org. 113. 


Miscellanea palaeont. 


Tab. 2 




K. Bellmann phototyp. 







Taf. 3. 


Alle Exemplare 1 — 19 stammen aus den cenomanen Perucer Schichten von Kounic bei Böhm, ßrod mit Ausnahme 

von Fig. 20. 


Fig. 1. Eingerollte Insectenlarve mit Kopf und 10 Segmenten. 

Vergr. 14mal. X. d. Org. 101. 

Fig. 2. Insectenlarve mit 2 runden Scheiben vor der Stirne. 

Vergr. ldmol. X. d- Org- 134- 

Fig. 3. Zwei eingekapselte Insectenlarven neben dem Hauptnerven eines Eucalyptusblattes. 

Vergr. 4mal. X. d. Org. 93. 

Fig. 4. Lange, hinten verschmälerte Larve mit nur 3 deutlichen Segmenten. 

Vergr. 4mal. X. d. Org. 39. 

Fig. 4 b. Kopf derselben. 

14mal. vergrössert. 

Fig. 5 Cocon einer Nephelis? Mit Haftscheiben an beiden Enden und Eiern im Innern. 

Vergr. 4mal. X. d. Org. 33. 

Fig. 6. Eine gekrümmte Larve im Inneren eines Blattes. 

Vergr. 4mal. N. d. Org. 41. 

Fig 7. Larve eines Chironomus im Inneren eines Blattes. 

Vergr. Sinai. X. d. Org. 63. 

Fig. 8. Fliegenlarve mit verlängertem, gekrümmten und verzierten Hinterende. 

Vergr. 14mal. N. d. Org. 124. 

Fig. 9. (Oribates?) Ein undeutlich segmentirtes Thier mit grossen plumpen Füssen. 

Vergr. Smal. N. d Org. 147. 


Fig. 10. (Oribates?) Ein bimförmiges Thier mit starken Füssen und kräftigen Mundvverkzeugen. 



Vergr. 14mal. N. d. Org. 7S. 

Fig. 11. Nematus. Hinterende mit dem sägeförmigen Legestachel. 

Vergr. 14nial. N. d. Org. 72. 

Fig. 12. Ein Oligochaet auf einem Blatte. 

Vergr. 4mal. N. d. Org. 12. 

Fig. 13. Larve eines Insectes. 

Vergr. Smal. X. d. Org. 13. 

Fig. 14. Cretopilio graimlatus. Fr. 

Vergr. 8mal. X. d. Org. 29. 

Fig. 15. Spiralförmiges Organ, neben demselben ein 4gliedriger Fühler? 

Vergr. Smal. X. d. Org. 1 29. 

Fig. 16. Insecten-Puppe. 

Vergr. Smal. X. d. Org. 150. 

Fig. 17. Larve mit langem Saugstachel. 

Vergr. Smal. X d. Org. 65. 

Fig. 18. Ein Phyllopode? 

Vergr. Smal. X. d. Org. 16. 

Fig. 19. Insectenlarve mit Parasiten im Inneren. 

Vergr. 14 mal. X. d. Org. 139. 


ig. 20. Larve von Atax. Aus den röthlichen Thonschiefern der Perucer Schichten von Kuchelbad. 

Vergr. 4mal. N. d. Org. 156. 


Miscellanea II. 


Tab. 3 



K. Bellmann phototyp. 






Tai! Ar. 


Alle Exemplare stammen aus den cenomanen Perncer Schichten von Konuic bei Böhmisch Brod. 

Fig. 1. Ephippium einer Daplinide. Vergr. Smai. N. d. Org. 110. 

Fig. 2. (Candona?) mit beiden Schalen und vorne und hinten hervorragenden Extremitäten. 

Vergr. 8 mal. N. d. Oig. 43. 

Fig. 3. (Candona?) Schalen am Rücken mit einem verdickten Falz verbunden. Vorne zwei kurze, dicke, ogliedrige 
Antennen. ' Vergr. 8mal. N. d. Org. 80. 

Fig. 4. (Candona?) Zwei glatte Schalen, am Rücken in gerader Linie miteinander verbunden. 

Vergr. 14mal N. d. Org. 19. 

Fig. 5. (Candona??) Zv r ei breite, kurze Schalen, vor denen eine Kopfkappe hervorragt. Vergr. 8mai. N. d. Org. 11. 
Fig. 6. (Eine Daphnia.) Ganzes Thier mit kleinem Kopf, erhaltenen Antennen und Abdomen. Im Rücken zwei Eier. 

Vergr. 8mal. N. d. Org. 38. 

Fig. 7. (Platyanassa.) Eine flache Scheere eines Decapoden mit dem unbeweglichen Finger. 

Vergr. 4mal. N. d. Org. 92. 

Fig. 8. (Platianassa.) Rechte Hälfte eines Abdominalsegmentes mit Pleura. Vergr. 4mdi. N. d. Org. 131. 

Fig. 9. (Glomerid?) Ganzes Exemplar in Seitenlage. Vergr. 8mai. N d Org, 28. 

Fig. 10. (Chilopode.) Vordertheil eines Lithobiideu von unten? (oder zwei gegen einander gekehrte Individuen??) 

Vergr. 8mal. N. d. Org 148 . 

Fig. 11. (Ein Julide.) Vordertheil mit Kopf und 9 Segmenten. Vergr. 8mai. N. d. Org. 155. 

Fig. 12. (Lithobiide ?) Vorderende mit Fühlern, Mundwerkzeugen und Extremitäten. Vergr. i4mai. N. d. Org. 125. 

Fig. 13. (Ein Myriopod.) Fragment eines Thieres, neben demselben eine mit Längsleisten gezierte Extremität. 

Vergr. 8 mal. N. d. Org • 42. 

Fig. 14 (Ein Oligochaet oder eine Reihe von Excrementen einer im Blatte minirenden Larve.) 

Vergr. 4mal. N. d. Ex. 154 . 
Vergr. 4mal. N. d. Org. 115. 
Vergr. 4mal. N. d. Org. 133, 70- 


Fig. 15. (Eine Phryganide.) Ein Sandköcher, aus dem vorne das Thier hervorragt. 
Fig. 16., 17. Fischschuppen der Seitenlinie. 

Fig. 18. Eine Sumpfschnecke? 


Vergr. 4mal. N. d. Org. 45. 


Miscellanea II. 


Tab. 4 



If. Bellmann pliototyp. 












































Tail ö. 


Styloteuthis convexa Fr. 

Aus denWeissenberger Schichten von Winar bei Hohenmauth. 

Fig. 1. Fast ganzes Exemplar mit theihveise entblösster Längsleiste. Vergr. 3mdi, 


Styloteuthis caudata Fr. 

Alis den Weis senb erger Schichten von Winar bei Hohenmauth. 

Fig. 2. Fast ganzes Exemplar mit eutblösstem braunen centralen Stiel. Vergr. 

Plesioteuthis Winarensis Fr. 

Aus den Weissenbe rg 6r Schichten von Winar bei Hohenmauth. 

Fig. 3. Ganzes Exemplar mit erhaltener Schale. Vergr. Smai- 

Glyphiteuthis minor Fr. 

Aus den Weissenbe rger Schichten von Z d ä n i c bei Koufim. 

Fig. 4. Ganzes Exemplar mit erhaltener Kerbung der Mittelleiste. Gezeichnet nach dem Abguss in das Negativ. 

Nat. Grösse. 

Glyphiteuthis ornata Rcuss. 

Aus dem Pläner des Weissen Berges bei Prag. 

Fig. 5. Gut erhaltene Partie der Kerbung der Mittelleiste. Nach dem Abguss in das von Reuss beschriebene 
Negativ. Vergr. 6mal. 

Glyphiteuthis crenata Fr. 

Aus den Weissen berger Schichten von Winar bei Hohenmauth. 

Fig. 6. Fragment der Seluilpe mit gekerbtem Rückenkiel. Vergr. 3mai. 


Aptychus Simplex Fr. 

Aus den Weissen berger Schichten von Winar bei Hohenmauth. 
Fig. 7. Ganzes Exemplar mit Marginalleiste. 


Aptychus conchaeformis Fr. 

Von W i u a r. 

Fig. 8. Rechte Hälfte mit zarter glatter Schale. 


Vergr. 3mal. 


Nat. Grösse. 


Aptychus radiatus Fr. 

Von W i u a r. 

Fig. 9. Linke Hälfte (Innenfläche) mit zarten Radialverzweigungen und einer breiten Marginalleiste. t T ergr. 3 mal. 

Fig. 9 1 . Fragment derselben stärker vergrössert. 


Conchorhynchus cretaceus Fr. 

Aus den Weissen berger Schichten von Winar. (Vergleiche Textfigur No. 3.) 

Fig. 10. Ganzes Exemplar mit Seitenflügeln. */* nat. Grösse. 

Fig. 11. Rückenkante eines 30 mm langen Exemplares. Vergr. 2mai. 

Fig. 12. Innenfläche des Schnabels mit Längs- und Querleisten. Nat. Grösse- 


Pachydiscus cf. Levyi Grossouvre. 

Ans den Weissen berger Schichten von Pätek bei Podiebrad. 

Fig. 13. Ganzes Exemplar in halber nat. Grösse. Geschenk des Herrn J. Mellich, Apotheker in Podiebrad. 


Pachydiscus? Hellichii Fr. 

Von P a t e k bei Podiebrad. 

Fig. 14. Ganzes Exemplar in halber nat. Grösse. Geschenk des H. J. Mellich. 


Miscellanea II 


Tab. 5 



K. Bellmaiin phototyp 










Taf. 6. 


Alle auf dieser Tafel dargestellten Figuren rühren aus den hornsteinartigen Schichten her, die in den Spalten des Granites bei 

Skuc gefunden wurden. 

Nerita nodosa Autt. 

Fig. 1. Ein ganzes Exemplar gezeichnet nach dem Gypsabguss in ein Negativ. 

Ryckholtia nodosa Fr. 


Fig. 2. Zwei letzte Windungen eines Exemplar. 

Vergr. 2mal. 

Turbo? 

Fig. 3. Letzte Windung eines turboartigen Gastropoden. 

Nat. Grösse. 

Typhis Jetmari Fr. 

Fig. 4. Steinkern eines ganzen Exemplars. 

Vergr. 20mal. 

Trochus? RequienianusZ)CM. 

Fig. 5. Fast ganzes Exemplar nach einem Abgüsse ins Negativ angefertigt. 

Vergr. 2mal. 

Turritella striatissima Fr. 

Fig. 6. Fragment der letzten Windung einer grossen Turritella. 

Vergr. 6mah 

Pentacrinus pusillus Fr. 

Fig. 7. Unterseite des Kelches einer Seelilie. 

Vergr. 9mal- 

Radiolites bohemicus Pocta. 

Fig. 8. Negativ und Steinkern der Höhlung. 

Nat. Grösse. 

8b) Vorderende des Steinkerns. 

6 mal vergrössert. 

Caprotina? sp. 

Fig. 9. Steinkern der Innenhöhle. 

2mal vergr. 

Ichthyosarcolithus sp. 

Fig. 10. Fragment des Negativs. 

Operculum? eines Rudisten. 

Fig. 11. Negativ der Unterseite eines Operculum? 

Nat. Grösse. 
Vergr. 4mal- 


Vergr. 4mal ■ 


Miscellanea II 


Tab. 6. 



ja 




K. Bellmann phototyp. 











rat: 


l . 


Iserosaurus litoralis Fr. 

Aus dem Pläner der Weissenberger Schichten von Milovic bei Lissa. 

Fig 1. 2. Coracoid. Etwa 2 / 3 nat. Grösse. 


Fig. 3. Scapula. 


Fig. 4. Humeru s mit grossem Gelenk köpf. 


Länye 25 cm 


Miscellanea II. 


Tab. 7 



K. Bellmann phototyp. 









Taf. S. 


Iserosaurus litoralis Fr. 

Aus dem Pläner der Weissenberger Schichten von Milovic bei Lissa. 


Fig. 1. Verknöcherte Rippenknorpel des Sternums? 


Länge 30 cm. 


Fig. 2. Femur ohne Gelenkenden nach einem Abguss. 


Länge 30 cm- 


Miscellanea II. 


Tab. 8 



K. Bellmann phototyp 



























Tat: 9. 


Iserosaurus litoralis Fr. 

Aus dem Pläner der Weissenberger Schichten von M i 1 o v i c bei L i s s a. 


Fig. 

1 . Wirbelfragmente. 

Nat. Grösse. 

Fig. 

2. Unterseite des auf Fig. 1 abgebildeten Wirbelkörpers? 


Fig- 

3. Ileum. 

in 3 / 4 nat. Gi'össe. 

Fig. 

4. Clavicula? 

in 3 / 4 nat. Grösse. 


Fip:. 


5. Lacrimale 


a / 4 nat. Grösse. 



Miscellanea II. 


Tab. 


K. Bellmann phototyp. 













Tai: IO. 


Gorgonia montalbana Fr. 

Aus den Weissenberger Schichten vom W e i s s e 1 

Fig. 1. Ein gefiederter Zweig. 

Fig. 2. Ein Fragment desselben. 

Spongites achilleifer Fr. 

Fig. 3. Aus den Teplitzer Schichten von T e p 1 i 1 z. 

Fig. 3.b) Fragment der bimförmigen Erweiterung mit Verzierung. 

Coprolites strobiliformis Fr. 

Aus dem Pläner des W e i s s e n Berges b 
Fig. 4. Nach dem Gfypsabgusse in das Negativ des Originals in der Sammlung 


Coprolites abbreviatus Fr. 

Fig. 5. Fünf Ansichten zweier Coproliten vom Weissen Berge. 


Aptychus sordidus Fr. 

Fig. 7. Aus dem Pläner des Weissen Berges bei Prag. 


Aptychus planus Fr. 

Aus dem Weissenberger Pläner von T r e 
Fig. 8. Rechte Hälfte eines Aptychus. 


Rhynchoteuthis cretacea Fr. 

Aus den grauen Knolle n der Weissenberger Schi 

Fig. 9. Nautilus-Unterkiefer von unten. 

Fig. 10. Derselbe von der Seite. 

Fig. 1 1. Nautilus-Oberkiefer. 


Spongites furcatus Fr. 

Aus den Weissenberger Schichten b 


Berge bei Prag. 

Natilrl. Grösse. 
Vergr. 20mal. 


2 /_ nat. Grösse. 
Nat. Grösse. 

ei Pra g. 

des Deutschen Polyteclmicums in Prag. 

Nat. Grösse. 
Nat. Grösse. 


Nat. Grösse. 


1:> e § i c bei C a s 1 a u. 

Nat. Grösse. 


c h t e n von Wina r. 

Nat. Grösse. 
Nat. Grösse. 


i Pra g. 


Fig. 12. Eiu dichotomirender Zweig auf der Schale eines grossen Ammoniten. 


Nat. Grösse. 


Miscellanea II. 


Tab. io. 



K, Bellmann phototyp 



Im Selbstverlag des Verfassers und in Kommission der Buchhandlung 

] ITR. RIVHÄC IN P1MG 

ist soeben nachstehendes für jeden Naturforscher, besonders für den Geologen und Palaeontologen hochwichtige Werk erschiene. : 

Fauna der Gaskohle u. der Kalksteine der Permform. Böhmens 

von Dr. Amt. Fritsch, Professor der Zoologie an der Universität in Prag, Mitglied des Komites zur naturhistorischen Durchfor- 
schung von Böhmen, Ehrenmitglied der Geol. Society London etc. etc. 

Veröffentlicht mit Subvention der kais. Akademie zu Wien. — Vom der geologischen Gesellschaft in London 
mit dem Lyellpreise, von der Akademie zu Paris mit dem Guvier-Preise ausgezeichnet. 

Die nun vorliegenden kompleten vier Bände enthalten die Beschreibung und Abbildung von mehr als 100 Arten von Wirbeltieren 
der Permformation . 1 Reptil, 62 Stegocephalen,^ Lurchfische, 18 Haifische und 23Teleostomi, sodann Arthropoden u. Mollusken., 
Der Text beträgt 96 Bogen mit 394 lextfiguren und die 165 Tafeln in Farbendruck stellen 1415 Bilder dar. 

Der Preis des 1.— 3. Bandes stellt sich auf Kronen 128— = Mark 128— , doch ist das Werk nach wie vor auch in Heften ä Kro- 
nen 32’ — = Mark 32’ — , zu beziehen. Preis des 4. Bandes Kronen 69’ — = Mark 69 —. 

Ferner ist noch erschienen: 

Cephalopoden der Böhmischen Kreideformation, 

unter Mitwirkung des Dr. Urb. Schlömbach, verfasst von Dr. Aut. Fritsch. — Mit 16 lithographischen Tafeln. 

Preis Kronen 30 — — Mark 30 —. 

Reptilien und Fische der Böhmischen Kreideformation. 

Von Dr. Amt Fritsch Mit 10 Farbendrucktafeln und 66 Holzschnitten. Preis Kronen 30 -= Mark 30— ■. 

Crustaceen der Böhmischen Kreideformation. 

Von Dr. Ant. Fritsch und Jos Kafka Mit 10 Farbendrucktafeln und 150 Textfiguren. Preis Kronen 30 — Mark 30 • - 

Die Gymnospermen der Böhmischen Kreideformation. 

Von Dr. Josef Velenovsky. 33 p. Quart. 13 Tafeln. Preis Kronen 32 — =Mark 32—. 

Palaeozoische Arachniden 

von Prof. Dr. Amton Fritsch 

Vom der kais. Akademie der Wissenschaften durch Erteilung der Bouestiftang unterstützt. — 

Diese Monographie aller bisher entdeckten Arachniden der Silur-, Kohlen- und Permformation enthält auf 10 Bogen Text in Gross- 
quart (mit 100 Textfiguren) und 15 Tafeln mit 80 Figuren in Phototypie eine kritische Darstellung von 60 Arten Arachniden; Spinnen, 
Opilioniden, Thelyphoniden und Skorpionen, von denen die Hälfte aus Böhmen stammt. — Preis Kronen 40— = Mark 40—. 

Neue Fische und Reptilien der Böhm. Kreideformation. 

Von Dr. A. Fritsch und Dr. Fr. Bayer, 

Circa 5 Bogen Quart mit 9 Tafeln und vielen Textfiguren. — Preis Kronen 40— = Mark 40—. 

Miscellanea Palaeontologica 1. Palaeozoica. 

Von Prof. Dr. Amt. Fritsch, Mit 12 Tafeln. 

Das Werk enthält die Beschreibung und Abbildung einer Reihe von interessanten Versteinerungen aus dem Palaeozoicum von 
Böhmen und von Amerika. Die Gattung Onchus aus dem Silur der Etage Ee, und Ff,. Eine neue Darstellung des silurischen 
Proscorpio Osborni aus Amerika. Eine Reihe von Chaetopoden aus der productiven Steinkohlenformation und der Permformation 
Böhmens und von Mazon Creek in Amerika. Zwei räthselhafte Arthropoden aus den Noegerathienschiefern von Rakonitz. Eine 
Abhandlung über die sogenannten Kammplatten, die sich als Copulationsorgane des Haifisches Orthocanthus erwiesen. Zum 
Schluss eine Studie über die Coprolithen der Permformation. Das Werk ist ein wichtiger Beitrag zur Palaeontologie Böhmens. 

Preis Kronen 16— = Mark 16 - . 


Miscellanea Palaeontologica II. Mesozoica. 

Mit 10 Tafeln. 

Der zweite Theil dieses Werkes enthält die Beschreibung und Abbildung von vielen Versteinerungen aus der Kreideformation 

Böhmens und zwar: 

1. Thierreste aus den Süsswasserablagerungen der cenomanen Perucer Schichten. — 2. Neue Cephalopoden, Loligiden und Amo- 
niüden. — 3. Cenomane Petreiacten im Granitgebiete bei Skuc. - 4. Ueber weitere Funde des Riesensauriers Iserosaurus litoralis 
Fr. mit Restauration des Brust- und Beckengürtels. — 5. Ueber verschiedene neue Petrefacten aus der Kreideformation Böhmens: 
Coprolithen, Spongiten, Aptychen etc. Preis Kronen 14— = Mark 14 — , 

Ausführliche Prospekte übersendet auf Verlangen gratis: 

Fr. Rivnäc, Buchhandlung, Prag, Graben 24 .